Rundbrief Mai 2018

Liebe Mitglieder und Freunde des Pommernkonventes,

wie schnell vergeht die Zeit! Eben war noch Weihnachten und jetzt ist schon wieder der Frühjahrs-Rundbrief an der Reihe. Im Namen unseres Vorstands grüße ich Sie mit diesem Brief herzlich und mit besten Wünschen für eine gesegnete Osterzeit!

Wie eng – nicht nur zeitlich – Weihnachten und Ostern zusammengehören, haben wir in Greifswald in diesem Jahr erfahren. Am Karsamstag tobte ein gewaltiger Schneesturm und am Ostersonntag bin ich durch eine bis zur ehemaligen preußisch-schwedischen Grenze tief verschneite Landschaft zum Ostergottesdienst der kleinen deutschen Gemeindegruppe in Stettin gefahren, den unser stellvertretender Vorsitzender Uwe Burmester wie immer umsichtig und engagiert gemeinsam mit dem Pfarrehepaar Sikora vorbereitet hatte. Knapp zwei Wochen später fuhr ich mit meiner Frau dann schon bei vorsommerlichem Wetter nach Köslin, wo mit einem „Osterfrühstück“ für die deutschen Gemeindeglieder aus dem großen Pfarramtsbereich von Konsistorialrat Janusz Staszczak vielleicht eine neue Tradition begründet worden ist, liebevoll vorbereitet von Schwester Izabella Glowka-Sokolowska.

Die Pflege von Kontakten und Verbindungen zu den deutschen Gemeindegruppen in Hinterpommern stand im Vordergrund der Vorstandsarbeit in den letzten Monaten, wie auch die Zusammenarbeit mit den polnischen evangelischen Gemeinden und ihre Unterstützung weiterhin einen Schwerpunkt bildet. Damit wollen wir in den komplizierter werdenden politischen Gegebenheiten unseren kleinen Beitrag zu verständnisvollen und guten Entwicklungen leisten, in einem guten geschwisterlichen Geist, wie es Christen gebührt!

Gemeinschaft lebt von Begegnung. Unser Vorstand hat darum auf seiner letzten Sitzung am 24. März in Münster angeregt, Besuchsreisen für jüngere polnische Gemeindeglieder nach Vorpommern und zu den mitteldeutschen Gedenkstätten der Reformation anzubieten. Damit soll zugleich eine stärkere Verankerung des „Pommernkonventes“ in Vorpommern erreicht werden. Auch soll ein den bisherigen „Ostgottesdiensten“ in Hannover vergleichbares Format in Greifswald entwickelt werden.

Zur Begegnungsarbeit des Pommernkonventes gehört auch der Plan, das diesjährige Silvester- und Neujahrsfest in Stolp oder Stolpmünde gemeinsam mit der dortigen Gemeinde und der Deutschen Minderheit zu feiern. Wer aus dem Kreis unserer Freunde und Mitglieder daran Interesse hat, möchte sich bitte bald bei mir melden. Dann können wir die Pläne konkretisieren. Schon vorher, nämlich am Pfingstmontag wird übrigens um 11 Uhr in der wunderschönen Marienkirche von Neuwarp ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert werden mit einem kleinen Begegnungsfest im Anschluss. Wer in der Nähe ist oder einen Ausflug dorthin unternehmen möchte, ist herzlich eingeladen!

Ausführlich erörtert haben wir auf der genannten Vorstandssitzung die Folgen der Insolvenz des Pommerschen Zentralverbandes, seiner Organe und seiner Einrichtungen im Pommernzentrum Travemünde. Als Mitglied der Pommerschen Landsmannschaft e.V. unterstützt der Vorstand alle Bemühungen, die Arbeit dennoch fortzusetzen, wenn auch natürlich unter erheblich erschwerten Bedingungen. Zu diesen Bemühungen gehört die Herausgabe eines Heimatbriefes als Ersatz für die „Pommersche Zeitung“. In dieser Publikation könnte auch die „Pommersche Heimatkirche“ ihren, wenn auch erheblich verkleinerten Platz finden. Wir planen, Ihnen diesen Heimatbrief zuzusenden, wenn er realisiert werden kann und sind dann auf Ihre Rückmeldungen gespannt.

Erst einmal gerettet konnte übrigens die Zeitschrift „Pommern“, die nun das letzte Publikationsorgan ist, das der Darstellung und Verbreitung pommerscher Geschichte und Kunst dient. Auf Dauer wird die Zeitschrift aber nur überleben, wenn es genügend Abonnenten gibt. Nach der ungewissen Zukunft in Folge der Insolvenz des bisherigen Trägers hat der Abonnentenkreis fast zwei Drittel verloren. Darum meine herzliche Bitte an Sie alle: prüfen Sie doch bitte ihre Möglichkeiten, die Zeitschrift zu abonnieren. Allen Interessenten kann ich gerne ein Probeexemplar und das Bestellformular zuleiten!

Um eine gewisse Präsenz im ehemaligen Pommernzentrum Travemünde aufrechtzuerhalten, wird die nächste Jahrestagung mit der Mitgliederversammlung des Pommernkonventes in der Versöhnungskirche Travemünde stattfinden. Der Vorstand hat dafür als Termin den 23. / 24. November 2018 festgelegt. Bitte notieren Sie diesen Termin bereits jetzt, eine Einladung mit Programm und Tagesordnung wird Ihnen mit dem nächsten Rundbrief im September zugeschickt werden.

Auf der Mitgliederversammlung im November wird turnusmäßig die Neuwahl des Vorstands auf der Tagesordnung stehen. Es zeichnet sich ab, dass die bisherigen Vorstandsmitglieder noch einmal bereit sind, für die nächste Amtsperiode zu kandidieren. Mittelfristig wird es aber eine wichtige Aufgabe sein, neue und jüngere Vorstandsmitglieder zu gewinnen – ebenso wie auch neue Mitglieder unseres Vereins! Bitte denken Sie mit, wie wir diese Aufgabe lösen können und lassen Sie uns gerne Ihre Ideen und Vorschläge wissen!

Zum Schluss noch zwei Bitten.

Wir bemühen uns darum, im Interesse einer besseren, kostengünstigeren und zeitnäheren Kommunikation eine Datenbank mit E-Mail-Adressen unserer Mitglieder anzulegen. Einige aus unserem Kreis erhalten die Rundbriefe bereits in elektronischer Form. Es wäre sehr gut, wenn wir diesen Kreis erweitern könnten! In diesem Zusammenhang werden wir auch auf der Vorstandssitzung Ende August darüber beraten, welche Konsequenzen die kommende neue Datenschutzverordnung für unsere Vereinsarbeit hat und gegebenenfalls die nötigen Beschlüsse dazu fassen. Auch darüber werden wir im nächsten Rundbrief informieren.

Und: Wir sind dankbar für alle Spenden und Mitgliedsbeiträge! Das Spendenaufkommen ist leider rückläufig. Bitte helfen Sie uns weiterhin dabei, unsere Aufgaben zu erfüllen. Für die Unterstützung der Gemeinden im polnischen Pommern und unverändert für die Betreuung der freilich immer kleiner werdenden deutschen Gemeindegruppen dort sind finanzielle Hilfen unverändert bedeutsam!

Noch einmal zu meiner Eingangsfeststellung über die so schnell vergehende Zeit. Ich denke, vielen Leserinnen und Leser dieses Rundbriefes teilen dieses Empfinden. Aber wir dürfen gewiss sein: wie schnell oder langsam sie auch vergeht, unsere Zeit steht immer in Gottes Händen.

Seien Sie mit besten Wünschen für ein frohes und gesegnetes Pfingstfest gegrüßt

Ihr Christoph Ehricht

Gemeinschaft evangelischer Pommern. e. V.

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