Archiv der Kategorie: Allgemein

Frohe Pfingsten

Das Pfingstfest, der Geburtstag der Kirche, steht vor der Tür. Zwar noch mit coronabedingten Einschränkungen, aber doch endlich wieder werden wir Gottesdienste, in vielen Gemeinden auch Konfirmationen feiern und auch wieder mit Familien und Freunden zusammen sein können. Gott sei Dank!

Es ist in diesem Jahr besonders gut, wenn wir uns auf zwei Traditionslinien besinnen, die das Pfingstfest bestimmen.

Das erste Pfingsten wurde in Jerusalem fünfzig Tage nach Ostern und damit zugleich fünfzig Tage nach dem jüdischen Passafest gefeiert, zusammen mit dem jüdischen Schawuot-Fest, an dem damals im Tempel, später in den Synagogen an das Geschenk der Thora auf dem Berg Sinai erinnert wurde. Die 10 Gebote, die Mose damals erhielt, sind nicht nur für Juden, sondern auch für Christen 10 Angebote für ein erfülltes und gutes Leben, in guten und in schweren Zeiten. Sie sind auch für unsere Kirche das wichtigste Geburtstagsgeschenk!

Das zweite Geschenk feiern wir mit der Erinnerung an das Pfingstwunder von Jerusalem. Den verzagten und immer noch trauernden Christen wurde damals ein neuer Geist geschenkt, sie verloren ihre Angst, erzählten von Jesus und erlebten staunend, dass sie verstanden wurden. Wenn ich mir in diesem Jahr zum Geburtstag der Kirche etwas wünschen dürfte, so wäre es dieser Geist! Der uns hilft, einander zu verstehen, das Verbindende zu suchen und nicht das Trennende. Der uns die Angst nimmt vor den unabsehbaren Folgen der Pandemie und das Vertrauen darauf stärkt, dass Gott unsere Wege zu einem guten Ziel führen wird. Der uns die Augen dafür öffnet, wie verlässlich die Orientierung ist, die uns die 10 Gebote geben können.

Gerade in unserer verletzlichen und so gründlich in Unordnung geratenen Welt des Jahres 2021 dürfen wir uns auf die mit dem Pfingstfest eng verbundene prophetische Weissagung aus dem Sacharja-Buch des Alten Testaments verlassen: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.“ (Sach. 4, 6b)

Im Vorstand des Pommernkonventes hoffen wir sehr, dass die schlimmste Zeit der Pandemie vorüber ist und eine allmähliche Normalisierung des Alltagslebens beginnt. Eine besondere Freude wäre es, wenn wir wie geplant im August zu unserer nächsten Begegnungstagung und Mitgliederversammlung einladen können. Heute aber wünschen wir erst einmal allen Leserinnen und Lesern dieser Seite ein frohes und gesegnetes Pfingstfest und eine behütete Zeit!

Christoph Ehricht

Pfingsten in Stettin

Dankbar blicken wir zurück auf die schöne Begegnungstagung zu Pfingsten in Stettin. Vor allem Bernhard Riedel hat sie mit großer Liebe vorbereitet, ihm danke ich an erster Stelle. Aber auch die Gastfreundschaft der Stettiner Gemeinde mit Pastor Sikora und seiner lieben Frau verdient besondere Erwähnung, ebenso wie auch der Vortrag von Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit über Bonhoeffers Wirken in Pommern und die Begegnung mit Michal Majewski und seinem nachdenklich stimmenden und bewegendem Film „Es war einmal Pommern“. Wird es gelingen, die reichen Traditionen unseres Heimatlandes und die vielen Erfahrungen deutscher und polnischer Bewohner für die Zukunft fruchtbar werden zu lassen? Es liegt auch an uns! Gefreut habe ich mich, dass – angeregt durch die Ankündigung des Vortrags von Bischof Abromeit – Herr Dr. Martin Krause aus unserem Kreis mir sein Buch über seinen Onkel, den Pfarrer Erwin Schutz zugeschickt hat, der ein Teilnehmer des ersten Kurses in Bonhoeffers Predigerseminar in Finkenwalde gewesen ist. Immer wieder stellt sich beim Nachdenken über diese Geschichte die Frage, was heute Treue zum Bekenntnis heißt, wie wir neue Irrwege vermeiden können, so verlockend und überzeugend sie immer erscheinen mögen. Abgeschlossen wurde unsere Tagung mit einem Besuch in Neuwarp und einer ökumenischen Andacht in der schönen dortigen Marienkirche. Jürgen Dittmann hatte alles vorbereitet und konnte am Ende selbst nicht teilnehmen. Wir grüßen ihn besonders mit guten Wünschen für eine schnelle Genesung.

C.E.

 

Internationale Bonhoeffertage in Stettin

Am ersten Juniwochenende fanden in der Trinitatiskirche in Stettin / Szczecin wieder die traditionellen Bonhoeffertage statt. Eine große Gemeinde aus Polen und Deutschen versammelte sich zu Beginn im „Garten für Stille und Meditation“ auf dem Gelände des Predigerseminars in Finkenwalde / Zdroje, wo ein „Denkmal der Toleranz“ enthüllt wurde. Toleranz auf dem Hintergrund der Flüchtlingskrise, Dialogbereitschaft und Gastfreundschafte wurden in Vorträgen von Pastor Klaus Endler aus Wiesbaden und Pastor Dr. Gregorz Giemza, dem neuen Direktor des Polnischen Ökumenischen Rates, erörtert und zur Diskussion gestellt. Hohepunkt des ersten Tages war ein Konzert in der Trinitatiskirche. Die Organistin der Gemeinde Dr. Agnieska Roguska und der Countertenor Pawel Jakub Wojtasiewicz boten ein ungewöhnlich beeindruckendes Programm aus Barock, Romantik und Moderne dar, mit hoher Virtuosität und bewegender Emotionalität. Ein Gottesdienst mit Bischof Waldemar Pytel aus Breslau / Wroclaw bildete den Abschluß am Sonntag.

C.E.

Neu im Januar 2019

Die neue Datenschutzverordnung wurde im Bereich Datenschutz eingestellt.

Im Bereich Andachten / Zeit der Besinnung wurde die Jahreslosung 2019 eingestellt sowie zwei österliche Betrachtungen.

Rundbriefe und Besuchsberichte 2017 / 2018 wurden eingestellt.

Wer ist bereit einen Bericht zum Sommerfest 2018 in Rummelsburg und zur Jahrestagung in Travemünde zu verfassen?

Adventsfeiern in Hinterpommern

 

Auch im Jahr 2018 hat der Pommernkonvent gemeinsam mit den polnischen Pastoren in den drei Gemeinden Stolp, Köslin und Stettin zu Adventsfeiern für die deutschen Gruppen eingeladen. Bereits am 1. Advent feierten Pastor Fröhlich und Pastor Ehricht gemeinsame Gottesdienste in Stolp und Groß Garde. Nach dem Gottesdienst in Stolp versammelte sich die Gemeinde in den Räumen der Deutschen Minderheit zur Feier mit weihnachtlichem Gebäck, Kaffee und einem Imbiß – und mit Berichten, Grußworten und Gesang der vertrauten Weihnachtslieder. Für den Freitag vor dem 3. Advent waren die deutschen Gemeindeglieder aus Köslin und den Filialgemeinden zur Adventsfeier in das Kösliner Gemeindehaus eingeladen. Konsistorialrat Staszczak und Pastor Ehricht hielten den Gottesdienst zu Beginn, die anschließende Feier hatte die Gemeindediakonin Izabela Glowka-Sokolowska liebevoll vorbereitet. Pastor Riedel aus Penkun war mit einer Gruppe aus seiner Gemeinde angereist. Er hielt auch den Gottesdienst zur Eröffnung der Adventsfeier der deutschen Gruppe in Stettin am Samstag vor dem vierten Advent, wo wieder eine Gruppe aus Penkun teilnahm, aber auch Gäste von der Insel Rügen, aus Stralsund, Greifswald und Pasewalk. Es ist erfreulich und sehr zu begrüßen, dass die Adventsfeiern so einen Beitrag zum Zusammenhalt und zum Zusammenwachsen der evangelischen Pommern diesseits und jenseits der Grenze leisten!

C.E.