Rundbrief Weihnachten 2017

Liebe Mitglieder und Freunde des Pommernkonventes

Am Ende eines ereignisreichen Jahres grüße ich Sie aus dem Vorstand unserer Gemeinschaft. Wir blicken zurück auf eine große Zahl von Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum – in Wittenberg, Berlin, an vielen Orten, aber vor allem auch in beiden Teilen unserer pommerschen Heimat. Auf dem Kirchentag in Berlin war der Pommernkonvent mit einem eigenen Stand vertreten, der von unseren Vorstandsmitgliedern Heike Helmig-Köhler und Helmut Köhler betreut wurde. Einen besonders originellen Beitrag zum Reformationsjubiläum hat unser Vorstandsmitglied Bernhard Riedel mit einer deutsch-polnischen Fahrradtour organisiert, die dem Weg von Johannes Bugenhagen aus Treptow nach Wittenberg folgte.

Mich hat die große Aufmerksamkeit gefreut, die das Nachdenken über die Reformation auch im polnischen Pommern gefunden hat. Das ist nicht selbstverständlich in der Zeit eines überall wieder erstarkenden Nationalismus und es ist ein ermutigendes Zeichen für die Lebenskraft des evangelischen Bekenntnisses. In der EKMOE („Evangelische Konferenz für Mittel- und Osteuropa“) ist eine interessante Bestandsaufnahme des Beitrages vorgenommen worden, den die Reformation für ein solidarisches, tolerantes und aufgeklärtes Zusammenleben der Menschen geleistet hat und nach dem Ende der kommunistischen Diktaturen weiter leistet. Helmut Köhler hat darüber in der „Pommerschen Heimatkirche“, der monatlichen Beilage der „Pommerschen Zeitung“ berichtet.

Mit dem Stichwort „Heimatkirche“ bin ich nun schon bei einem beschwerlichen Thema angekommen, das auch die Arbeit unserer Gemeinschaft betrifft. Die Beantragung der Insolvenz des Pommerschen Zentralverbandes stellt auch den Fortbestand der „Pommerschen Zeitung“ und ihrer Beilage sowie der für die Kunst-, Kultur-, Landes- und Kirchengeschichte sehr wichtigen Zeitschrift „Pommern“ in Frage. Wir werden die weitere Entwicklung abwarten. Wenn sich Entscheidungen abzeichnen, müssen wir im Vorstand über Konsequenzen beraten.

Aus unserer Vorstandsarbeit ist zu berichten, dass wir drei Sitzungen durchgeführt haben, im Januar und im April in Greifswald und im September in Koszalin / Köslin. Auch über diese erste Vorstandssitzung des Pommernkonventes im heute polnischen Teil Pommerns hat Helmut Köhler in der „Heimatkirche“ ausführlich und anschaulich berichtet. Jetzt wird die bevorstehende Adventszeit wieder Gelegenheit bieten für Besuche in Slupsk / Stolp, Koszalin / Köslin und Szczecin / Stettin. Wie in den vergangenen Jahren wird unser Konvent auf den Adventsfeiern der deutschen Gemeindegruppen Bücher, Kalender, Losungen und materielle Hilfen übergeben können. Allen, die uns durch ihre Spenden und Beiträge die Möglichkeit dazu geben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

Danken möchten wir als Vorstand auch allen Mitgliedern, die durch Besuchs- und Betreuungsreisen nach Hinterpommern die Verbindung zu den dortigen Gemeinden halten und pflegen. Ich weiß zum Beispiel von Adalhild Karp und Sigrid Nolte, dass sie im Oktober von Mielno / Großmöllen aus Besuche und Bibelstunden angeboten haben. Aber sicher gibt es noch mehr aus unserem Kreis, die davon berichten könnten. Schreiben Sie doch darüber in der „Heimatkirche“, deren Redaktion Mechthild Scheller mit großem Einsatz verantwortet!

Dankbar bin ich auch dafür, dass auf vielen Wegen die Verbindung zu unserer Ehrenvorsitzenden Dr. Rita Scheller gehalten werden kann. Ihr, ihrer Familie und zugleich allen unseren kranken Mitgliedern gelten unverändert unsere guten Wünsche für Gottes Segen, Geduld und ein zuversichtliches Herz in einer schweren Zeit.

 Wegen der Fülle von Angeboten im Jubiläumsjahr 2017 haben wir als Pommernkonvent keine eigene Jahrestagung durchgeführt. Die Pläne für ein Treffen in Slupsk / Stolp, über die ich in meinem letzten Brief berichtet habe, ließen sich noch nicht verwirklichen. Auf der nächsten Vorstandssitzung im März 2018 in Münster werden wir das Jahresprogramm beraten und die Mitgliederversammlung vorbereiten, die turnusmässig – wahrscheinlich im Oktober – stattfinden wird und auf der auch die Neuwahl des Vorstands ansteht. Einige Stimmen aus unserem Kreis haben mich erreicht, die als Ort dieser Versammlung Travemünde empfehlen. Wir werden sehen, ob das noch möglich sein wird. Es spricht ja auch einiges dafür, die Versammlungen in Pommern durchzuführen, zumal Greifswald als Sitz des Vereins auf der letzten Mitgliederversammlung beschlossen wurde und inzwischen auch die Eintragung in das Vereinsregister erfolgt ist. Für alle Wünsche und Anregungen, die auf dieser Mitgliederversammlung beraten werden könnten, sind wir offen. Die Zukunftsperspektive unseres Konventes zu entwickeln ist unsere gemeinsame Verantwortung. Geben Sie uns gerne Ihre Vorstellungen zur Kenntnis!

 Ich wünsche Ihnen allen im Namen des Vorstands eine frohe und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und eine behüteten Übergang in das neue Jahr. Wir freuen uns auf Begegnungen und Gedankenaustausch mit Ihnen auf direktem oder gerne auch brieflichem Weg. Wie immer sind Überweisungsträger für Spenden diesem Brief beigelegt – Danke für alle Unterstützung unserer Vorhaben!

Ihr Christoph Ehricht

Gemeinschaft evangelischer Pommern. e. V.

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