Andacht zur Jahreslosung 1946

Andacht zur Jahreslosung 1946 für die Lauenburger Gemeinden

Seid fröhlich in Hoffnung, Römer  12, 12.     

Sie soll unsere Losung bleiben, auch jetzt, wo so vieles zur Hoffnungslosigkeit, Ungeduld und mehr zum Schelten als zum Beten verführen will. Vergesse aber keiner von uns, dass wir jetzt mittendrin darin stehen in einer Prüfung und Bewährung, die über den Wert unseres Charakters, unserer inneren Haltung und unserer Zukunft entscheidet. Wer jetzt Kopf und Herz über den Strudel der Notflut zu halten versteht und zum Halten die Kraft hat, der wird wert sein, an der Zukunft mitzubauen. Es ist meine feste Überzeugung, die ihr Recht aus dem schweren Erleben des letzten Jahres hat, dass wir nur mit unserem christlichen Glauben festen Boden unter den Füßen bekommen können, oder ohne ihn weiter treiben, dem Chaos entgegen, der zunehmenden Auflösung des inneren und äußeren Lebens.

Fröhlich in der Hoffnung auf Gott – Wer auf Gott seine Hoffnung setzt, behält unverletzt einen treuen Heldenmut.

Geduldig in Trübsal – Nicht die Flinte ins Korn werden, auch wenn es länger dauert, als wir oft ertragen können. Wir müssen mit Gotteszeit rechnen und daran denken, wie lange es nach dem 30jährigen Kriege gedauert hatte, bis wieder Ordnung und Lebensmöglichkeiten vorhanden waren. Jetzt gilt es, fest und standhaft zu bleiben. Gott  lädt uns keine Last über unser Vermögen auf. 

Haltet an im Gebet: – Das wird mancher belächeln und verachten. Er lasse sich von denen, die viel durchgemacht haben, erzählen, wie viel das Gebet vermag,  und dass ein Hindenburg wusste, was er an dem Spruch hatte, der stets auf seinem Schreibtisch stand: „Bete und arbeite“. Wer seine Klagen und seine Wünsche in Gebete zu verwandeln versteht, der macht wunderbare Erfahrungen.

In alter Verbundenheit grüßt Euch alle gemeinsam Eurer Pastor Gerhard Ehrenforth

 Die offizielle Jahreslosung 1945 war übrigens: Lasset uns aufsehen auf Jesum

Gemeinschaft evangelischer Pommern. e. V.

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