Jahrestagung 2021

„Lass deinen Freuden-Geist mich trösten für und für, und wenn mich alles lässt, so bleib nur du bei mir.“ (Sybilla Schwarz)

Mit Versen wie diesen klang die Jahreshauptversammlung der Gemeinschaft evangelischer Pommern aus, die nach langer Zeit endlich wieder zusammenkommen konnte. Die Pandemie hatte auch hier zugeschlagen und einen jährlichen turnusmäßigen Rhythmus verhindert. Gut 10% der Mitglieder waren ins Kreisdiakonische Werk nach Greifswald gekommen, um wichtige Satzungsänderungen zu verabschieden. Manche hatte das Finanzamt angemahnt, um die Gemeinnützigkeit zu erhalten. Wirklich wesentliche Änderungen waren nicht nötig, eine kurze Diskussion entfachte sich an der Frage, ob auch Nicht-Evangelische Mitglied werden können. Ja, sie können. Bedeutender waren schon die Änderungen, die in personeller Hinsicht im Vorstand stattfanden. Herr Dr. Ehricht gab den Vorsitz ab, den jetzt Frau Prof. Grzywacz (stellvertretende Vorsitzende) und Pfr. Riedel (Vorsitzender) innehaben. Herr Burmester ist neuer Schatzmeister, während Frau Scheller und Frau Helmig auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausschieden. Herr Dr. Ehricht bleibt als Beisitzer im Vorstand. Neu im Vorstand ist Burkhard Wruck. Ein Beisitzerposten bleibt zunächst unbesetzt. Abschließend wurde noch über Termin und Thema der nächsten Jahrestagung und mögliche Aktivitäten im nächsten Jahr gesprochen. Die erste Missionsreise Ottos von Bamberg jährt sich 2024 zum 900. Mal. Auch das geriet schon in den Horizont.

Die Beratungen hatten lange gedauert und es blieb eine relativ kurze Pause bis zum Termin am Pommerschen Landesmuseum. Endlich war dort der dritte Teil der Dauerausstellung fertig, der sich mit dem 20. Jahrhundert beschäftigt. Kurator Dr. Dehn führte uns äußerst fachkundig, und natürlich dauerte es wieder etwas länger, sodass wir nach 17 Uhr gut informiert, aber etwas müde, das Museum wieder verließen. Es fehlt noch der gesellige Teil? Nein, den hatten wir am Freitagabend bereits bei Dr. Ehricht im Garten absolviert. Auch einige Wespen hatten sich ungeladen eingefunden – schließlich war es bereits August!

„Wer Gott vertraut in allen Dingen, wird Welt, wird Neid, wird Tod bezwingen.“ Unter diesem Leitwort stand am Sonntag der Gottesdienst im Dom zu Greifswald, der an den 400. Geburtstag von Sibylla Schwarz erinnerte, die bereits mit 17 Jahren an Schwindsucht starb. Sie war eine Tochter des Greifswalder Bürgermeisters Christian Schwarz, verlor mit 9 Jahren ihre Mutter und musste unter den Bedingungen des 30-jährigen Krieges leben, den sie auch selbst in Gestalt der schwedischen Truppen kennen lernte. Sie hinterlässt uns ca. 90 Gedichte, die 1650 erstmals herausgegeben wurden.

Eine wichtige, ereignisreiche und zukunftsweisende Jahreshauptversammlung liegt hinter uns.

Burkhard Wruck

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